Reise in eine andere Welt – Über Südchina nach Laos

Die Weitereise wurde zunehmend teurer, da auf den neuen Autobahnen hohe Mautpreise verlangt wurden (für 15 Kilometer wurde 1 Euro fällig). Leider verpassten wir so das ein oder andere kleine Dorf, staunten aber umso mehr über die Straßen-, Tunnel- und Brückenbaukunst der fleißigen Chinesen. Auch in die Höhe können die Chinesen bauen, wie wir in der 7 Millionenstadt Kunming lernten. Nach all den schönen Landschaften ein echter Kulturschock. Hier verabschiedete ich mich auch von meinem Reisebegleiter Christoph, der nun wieder in München seiner Arbeit nachgehen musste.

Kunming. Blick aus dem Apartment aus dem 19. Stock
Kunming. Blick aus dem Apartment aus dem 19. Stock

Langweilig wurde es im Auto nicht. Dafür sorgte unserer Guide und nun mein Beifahrer Josen. Seiner Wegweisungskenntnisse waren allerdings ausbaufähig und sein sprechendes Tablet raubte mir manchmal den letzten Nerv, sodass ich mir das ein oder andere Mal einen Schleudersitz gewünscht hätte.

In den letzten Tagen in China erkundeten wir kleine chinesische Städte wie Jianshui sowie die Terrassenreisfelder der Region. Eines sei an dieser Stelle zu den Eintrittskosten in ganz China gesagt. Diese sind nämlich zum Teil exorbitant hoch. Klar denkt man sich, hmm man ist ja nur einmal hier, dann bezahl ich das auch. Aber jeder Tempel kostet mindestens 10€ Eintritt und für die Reisfelder(!) wurden gleich mal 15€ fällig. Für den studentischen Rucksacktouristen sollte daher eine Reise in das Land der Mitte gründlich überlegt werden. Wenngleich sich die Reise zu den Terrassenreisfeldern gründlich gelohnt hatte!

Altstadt von Jianshui
Altstadt von Jianshui
Die sehenswerten Reisterrassen nahe Xinjie
Die sehenswerten Reisterrassen nahe Xinjie
Die harte Feldarbeit
Die harte Feldarbeit
Vor den Reisfeldern
Vor den Reisfeldern

Kurz bevor wir China verließen, änderte sich auch der Blick aus dem Fenster. Wir überquerten den 22. Breitengrad und gelangten somit in die Tropische Zone der Erde. Von nun an prägte unfassbar viel Grün, gigantisch große Bäume und viele Lianen das Landschaftsbild. Auch hier durch das bergige Dschungelparadies baut China seine Autobahnen. Zeit für uns zu gehen.

Die Ausreise aus China lief zu unserer großen Überraschung absolut problemlos ab. Die Einreise nach Laos war noch einfacherer. Das Visum konnten wir bei der Einreise beantragen. Nachdem wir mal wieder in die Mittagspause geraten waren (müssen wohl die Laoten von China übernommen haben), wurden auch die letzten Zollformalitäten geklärt (diese sind bei Einreise mit dem Fahrzeug immer notwendig). Der Abschied von China bedeutete auch der Abschied der Reisegruppe. Dieser war schon etwas traurig, doch war auch jeder froh seinen eigenen Weg zu gehen, die sich in den nächsten Tagen auch mehrmals kreuzen sollten. Nun waren wir in Laos. Eine neue Welt, wie wir schon nach wenigen Kilometern feststellten. Wir tauchten in diese Welt ein, die uns auch sofort verzauberte.

Zur Reisestatistik

Die Reiseroute

A JOURNEY IN ANOTHER WORLD – THROUGH SOUTHERN CHINA TO LAOS

We had some very exciting weeks when we crossed Tibet. For getting closer to the final destination India the rout was now going through south China and Laos. Really, there was no alternative. The border to Nepal is closed for foreigners since the earthquake in 2015. The next possible border crossing is north Myanmar. This area is controlled by rebels and passing this area is a risk which I’d like to avoid. That’s why leaving Laos from China was the only alternative. And it also meant that we had to cross the southern region of China – Yunnan.

We left Tibet with a fantastic view to the holy mountain Karwo Karpho.

Fantastischer Blick auf den Karwo Karpho
Fantastic view towards the Karwo Karpho.
Es wird herbstlich
A taste of autumn

We got a new guide in the Shangri-La, the first city outside Tibet. Butschung, our guide for Tibet was now free to go back to his family. Shangri-La was once also a part of Tibet. After the occupation of China they assigned several parts of Tibet to China. Cities got new names and Han-Chinese were settled to the new land to give the new Chinese cities also a Chinese look. Shangri-La, before Gyelthang, had the same destiny. The city was renamed 2001 into Shangri-La to make the city more attractive for tourists (Shangri-La also means paradise). Nowadays remembers a big monastery complex to past times. The old town is completely renovated, full of Chinese tourists and looks a little bit like Disney Land. It was a weird feeling after all the experiences of Tibet to walk to the streets.

Das Kloster Ganden Songtsenling im Abendlicht
The monastery Ganden Songtsenling in the evening
Eine Buddhastatue innerhalb des Klosterkomplex
A Buddha statue inside the temple
Die Straßen der Altstadt von Shangri-La
The streets in the old town of Shangri-La

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Reiseliteratur

Mathias Verfasst von:

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