Reise in eine andere Welt – Über Südchina nach Laos

Unser neuer Guide (Josen) stellte sich jedoch als Glücksgriff heraus. In Gegensatz zu unseren tibetischen Guide war er sehr informiert und gab uns nützliche Hinweise. Manchmal hörte er auch gar nicht auf zu reden. Nahe seiner Geburtsstadt Dali zeigte er uns einen herrlichen Campingplatz direkt am See. Perfekt zum entspannen und so ließen wir den Tag mit Grillen ausklingen.

Super Stellplatz mit Blick auf den See
Super Stellplatz mit Blick auf den See

Als Overlander, also Reisender mit eigenem Fahrzeug, genießt man den großen Vorteil sein Alltag jeden Tag neu zu bestimmen. Wenn wir müde sind vom langen Fahren, wird auch mal ein Ruhetag eingelegt. Denn auch wenn so mancher in der Heimat denkt, dass ich Urlaub habe, so muss ich entgegensetzen, dass das Reisen manchmal auch mit einigen Anstrengungen verbunden ist. Fahren, Warten, Unterkunft/Stellplatz suchen, Grenzbeamte, Grenzen, korrupte Polizisten. All diese saugt den Akku des Fernfahrers leer. Eine Pause muss her. Dies blieb uns allerdings in China verwehrt. Der Reiseplan war abgestimmt auf Reisen von chinesischen Touristen in Europa. Und so bekamen wir keine Verschnaufpause. Einige waren schnell genervt, andere hatten mit ihren Fahrzeugen Probleme und waren auch deshalb gereizt. So konnten wir mit unter die Landschaft und die Kultur nicht richtig genießen. Mir fällt es daher schwer die Region Südchinas ausreichend zu beschreiben und zu charakterisieren. Der enttäusche Leser muss nun zu Ausweichliteratur greifen oder schnell ins Reisebüro flitzen und den nächsten Flug buchen.

Über den Dächern von Lijiang. Eine sehr schöne, wenn auch extrem touristische Stadt
Über den Dächern von Lijiang. Eine sehr schöne, wenn auch extrem touristische Stadt
Abendliches Essensangebot - Ein kleiner Snack?
Abendliches Essensangebot – Ein kleiner Snack?

Mit der neuen Kulturzone änderte sich auch das Wetter. Während wir in Tibet fast jeden Tag besten Sonnenschein hatten, dominierten nun dick gefüllte Regenwolken das Wettergeschehen. Auch die religiösen Einflüsse änderten sich. So prägten Pagoden das Stadtbild und wir konnten konfuzianistische Tempel besuchen. Der Konfuzianismus ist in China sehr tief verwurzelt. Im Mittelpunkt stehen die Lehren des Großmeisters Konfuzius (6. Jhd. vor Christus). Der Konfuzianismus ist Religion, Philosophie, Wissenschaft und soziale Lehre zugleich und leitete für viele Dynastien die politischen Geschicke des Landes. Für mich war es eine interessante Erfahrung, nach den vielen Religionen auf meiner Reise auch den diese kennenzulernen.

Eine Pagode in Lijinag
Eine Pagode in Lijiang
Konfuziustempel in Dali
Konfuziustempel in Dali

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Reiseliteratur

Mathias Verfasst von:

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