Leben und sterben in Varanasi

Puja fährt mich zurück zum Haupt-Ghat und lässt mich hier heraus. Ich bedanke mich für diese eindrucksvolle Fahrt und tauche in das tägliche Chaos von Varanasi ein. Entlang der Ghats sehe ich an diesen Tag sehr viele in Orange gekleidete Sadhus. Ein Sadhu ist ein Hindu, der sein Leben komplett dem Glauben gewidmet hat und sein täglich Reis mit Betteln und religiösen Zeremonien verdient. Oft ist sein Gesicht weiß von Asche sowie von Farbe künstlich verziert und ein langer gekräuselter Bart säumt das vom harten Askeseleben gezeichnete Konterfei. Wo eine der Hauptzugangswege vom Fluss in die Stadt führt, haben zahlreiche Arme und Bettler Platz genommen. Neben dem Bad im heiligen Fluss ist auch das Almosen geben fester Bestandteil eines gläubigen Hindus. Und an religiösen Festen wird besonders viel gespendet, vor allem Reiskörner. Fast jeder Bettler hat einen Jutesack mitgebracht, wo der von den Gläubigen in eine Blechschüssel gespendeter Reis, rein geschüttet wird. Im gesamten Gedränge stillt eine junge Mutter auf dem Boden liegend ihr Neugeborenes Kind. Leben und Sterben so nah bei einander.

Viele Bettler am Wegesrand
Viele Bettler am Wegesrand
Dieser Sadhu steckt wenig später die Schlange in seinem Mund
Dieser Sadhu steckt wenig später die Schlange in seinem Mund
Vorbereitung einer Zeremonie
Vorbereitung einer Zeremonie
Dichtes Gedränge an den Ghats
Dichtes Gedränge an den Ghats
Almosengeben
Almosengeben
Eine weitere Zeremonie
Eine weitere Zeremonie
Ein Sadhu sucht sich seinen Weg durch die Massen
Ein Sadhu sucht sich seinen Weg durch die Massen
Es ist viel los an diesem Tag
Es ist viel los an diesem Tag
Die Bettler sitzen aufgereiht da und warten ab bis es Reis in die Reisschalen rieselt
Die Bettler sitzen aufgereiht da und warten ab bis es Reis in die Reisschalen rieselt

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Reiseliteratur

Mathias Verfasst von:

2 Kommentare

  1. Maria Prechtl
    20. Februar 2017
    Antworten

    Hallo, hallo, lieber Mathias, danke für so echt nachzuspülende Situationsschilderungen, prima!

  2. Maria Prechtl
    15. Februar 2017
    Antworten

    In Gedanken war ich grad bei Dir, so richtig im überwältigenden Varanasi samt Gedränge, Getöns, Gestank…
    Danke für Bilder und Berichte
    Maria

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