Entlang der Seidenstraße und Kontrollstaaten

Die Städte Buchara und Samarkand sind seit Goethe auch seit langem im deutschen Sprachraum bekannt. Inspiriert vom persischen Dichter Hafis verfasste er in seiner Gedichtsammlung Westöstlicher Diwan folgende Zeilen:

„Getrocknet honigsüße Früchte,
Von Buchara, dem Sonnenland,
Und tausend liebliche Gedichte,
Auf Seidenblatt von Samarkand […]“

Buchara
Buchara
Buchara
Buchara
People from the market
Marktfrauen

In der Stadt selber wurden in den letzten Jahren viele verfallene Gebäude  wieder aufgebaut. So schlenderten wir zwischen Moscheen, Gewölben, Medressen (Islamschulen) und Märkten umher und staunten über die Baukunst der damaligen Zeit. Da wir unsere Dollar auf dem Schwarzmarkt um mehr als den doppelten Preis tauschten, waren die Eintrittsgelder auch erschwinglich. Für einen Dollar gibt es offiziell 2900 SUM, auf dem Schwarzmarkt 6250 SUM. Einmal getauscht bekommt man den Gegenwert dann in 1000 SUM – Scheinen. So kann es sein, dass man erstmal zwei dicke Geldbündel in den Hosentaschen umher tragen muss.

Thats what you get from 40$ change
Das bekommt man wenn man 40$ tauscht

In Usbekistan muss man sich in jedem Hotel in dem man übernachtet registrieren. Es wird ein kleiner Registrierungszettel ausgehändigt, den man auf keinem Fall verlieren sollte. Wenn man nicht für alle Nächte im Land Registrierungszettel vorzeigen kann, drohen Strafen bis zu 700 USD. Die Sinnhaftigkeit dieser Regel sei mal dahin gestellt.

Trotz aller Vorhersagen versuchten wir in Usbekistan Diesel aufzutreiben. Laut unserer Berechnung sollten wir 840 Kilometer im Land unterwegs sein. Bei sehr spritsparender Fahrweise sollte ich mit meinem 75 Liter Tank (wo trotzdem noch 5 Liter extra bis zum Rand reinpassen) 860 Kilometer schaffen. Das war mir alles zu knapp. Und so fuhren wir einige Tankstellen an, ernteten allerdings nur Kopfschütteln. Selbst viele LKWs im Land sind auf Gas umgerüstet. Der kostbare Diesel wird für Erntemaschinen vorgehalten. Ein Tankwart verwies uns auf das gegenüberliegende Nachbarhaus, wo ein LKW davorstand. Mit Händen und Füßen und ein wenig russisch brachten wir den davorstehenden Jugendlichen dazu seinen Bruder anzurufen, der 20 Minuten später mit dem Auto ankam und hinter dem Haus einen 20-Liter Kanister hervorholte. Die geruchsprobe bestätigte, dass es sich um Diesel handelte und so füllten wir über den Trichter den Tank für umgerechnet 10€ auf.

Tank stop in Uzbekistan
Tanken in Usbekistan

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Reiseliteratur

Mathias Verfasst von:

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