Die Weltreise nimmt Fahrt auf

Jetzt steht es also fest – für uns geht es nach Amerika!

Genauer gesagt nach Kanada. Am 11. April fliegen wir von Hamburg nach Halifax, um dort unseren Pajero wieder in Empfang zu nehmen, der schon am 28. März per Schiff losschippern wird.

Dann geht es erstmal Richtung Süden nach New York und Washington, bevor wir Mathis Großcousine in Chicago einen Besuch abstatten. Nach dem vielen „Big City Live“ heißt es dann aber „Strecke machen“, denn dann geht es Richtung Westküste. Nach einem Abstecher zum Yellow-Stone Nationalpark soll es nochmal für 2 Wochen durch Kanada gehen. Den Banff und Jasper Nationalpark wollen wir uns nicht entgehen lassen.

Entlang der Küstenstraße 101 und des legendären Highway 1 führt unser Weg dann in etwa ab San Francisco (einmal mit unserem Pajero über die Golden Gate Bridge 😊 ) durch die unzähligen Nationalparks der USA. Hier wollen wir uns so viel Zeit wie möglich nehmen – ein Highlight jagt das andere. 5 Wochen haben wir in Summe eingeplant bevor weiter nach Mexiko geht.

Ab hier geht das Abenteuer wohl erst richtig los. Auf Mexiko und Zentralamerika freuen wir uns ganz besonders, hätten wir doch sonst noch viele Urlaubsreisen benötigt um alle Länder zu erkunden. Das ist natürlich ein deutlicher Vorteil dieser Route.

Denkt man an Länder wie Mexiko, Guatemala, Honduras und El Salvador, dann kommen einem sofort traumhafte Landschaften in den Sinn, unmittelbar gefolgt von großen Bedenken zur Sicherheit vor Ort.

Wenn wir reisen übernachten wir meistens im Auto, möglichst alleine an einem einsamen und verlassenen Ort. Ob das dort möglich sein wird? Selbst in Büchern, die die Bedenken zur Sicherheit etwas auf die Schippe nehmen und versuchen darzustellen wie es denn wirklich vor Ort ist und wie man sich verhalten soll, wird vom Freistehen alleine und an einsamen Stränden abgeraten. Lassen wir uns überraschen. Wir verlassen uns auf unser Bauchgefühl und den gesunden Menschenverstand. Wir sind uns einig: Sobald einer von uns Bedenken hat oder nur den Ansatz eines schlechten Gefühls, fahren wir weiter und suchen uns einen anderen Platz zum schlafen. Vielleicht finden sich ja auch andere Weltreisende mit denen man sich zusammentun kann. Wir sind da guter Dinge.

Unsere Reiseroute (C) Google Maps

In Panama muss der Pajero dann wieder verschifft werden. Durch den sogenannten Darien Gap zwischen Panama und Kolumbien führt keine Straße. Außerdem treiben diverse Drogenschmugglerbanden im dichten Dschungel und den Sumpfgebieten ihr Unwesen. Dann lieber ab aufs Schiff bzw. in den Flieger. Bei der Verschiffung ist es übrigens egal ob man einen Tag auf See ist oder 30. Der Hauptteil der Kosten fällt für die Hafengebühren und den Zoll an. Also zahlen wir für die kurze Verschiffung nach Kolumbien fast genauso viel wie von Hamburg nach Kanada. Und wir hoffen und bangen, dass das Auto danach noch den gleichen Inhalt hat wie vorher.

Südamerika wird unser Highlight werden. Das wir dorthin wollen stand von Anfang an fest!

Hier haben wir nochmal 6 Monate Zeit. Wir wollen bis nach Feuerland, bis in die südlichste befahrbare Stadt der Welt, nach Ushuaia. Auf unserem Weg dorthin wollen wir Strände, Dschungel, Wüsten, Hochgebirge, Salzseen und Vulkane erkunden. Doch auch hier müssen wir noch etwas hoffen, dass die coronabedingten Grenzschließungen bald der Vergangenheit angehören. Wir wollen hier kein Land auslassen bevor wir aus Montevideo in Uruguay die Heimreise antreten werden.

Die Route ist also grob geplant und die Vorfreude steigt! Allerdings macht uns die Reise durch Kanada und die USA die Vorbereitung etwas schwieriger. Eine Autoversicherung will in diesen Ländern, die sich nicht scheuen bei der kleinsten Schramme am Auto einen Top-Anwalt dranzusetzen, wohl gewählt werden. Hier muss tief ins Kleingedruckte geschaut werden. Welche Versicherungssummen werden wofür aufgerufen und sind die ausreichend? Das hält Mathi gerade ganz schön auf Trab. Wir haben mittlerweile verschiedenste Angebote und die Preisspannen sind Wahnsinn. Allerdings ist es etwas schwer unseren Pajero eine Kategorie zuzuordnen. Die eine Versicherung möchte Fotos sehen, die belegen, dass wir ein normales Auto sind, den nächsten sollen wir zeigen, dass wir wie im Wohlmobil eine Küche, Waschmöglichkeit und Toilette an Board haben. Mal schauen was da raus kommt. 😀

Abgesehen davon ist es für Mathi nicht ganz so einfach mit seinem Iran-Visum in die USA einzureisen. Seine Visa-Anträge werden allesamt abgelehnt und er muss für einen Interview-Termin zur Botschaft nach Berlin – einen Tag vor Abflug. Ein früherer Termin wurde ebenfalls abgelehnt.

Reiseplanung wird niemals langweilig.

Sind diese beiden großen Punkte noch erledigt, sind es fast nur noch Kleinigkeiten die es in den letzten 49 Tagen bis zur Abfahrt abzuhaken gilt.

 

(Wer jetzt mitgerechnet hat wird feststellen, dass es mehr als 49 Tage bis zum 11. April sind. Wir fahren wie geplant am 20. März in Dresden los und überlegen uns noch etwas für die Tage bis zum Botschaftstermin am 24.März in Berlin. Danach geht es ab nach Hamburg um das Auto im Hafen am 25. März abzugeben. Und wir machen uns dann erstmal aus dem Staub – ab in den Urlaub! – Wir erkunden 2 Wochen Sri Lanka 😀 Die Reise vor der Reise quasi – ihr kennt uns ja)

Reiseliteratur

Phia Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. Chris
    7. Februar 2022
    Antworten

    Hi, ich freue mich sehr diesmal dabei zu sein, auf deinen Blog bin ich erst Jahre nach der Indienreise gestoßen. Dann drücke ich mal die Daumen, dass das mit dem USA Visum klappt. Willkommen an Bord Phia und Glückwunsch zur Hochzeit euch beiden 🙂
    Ich denke auch Südamerika ist nicht gefährlicher als die Länder zuvor.

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