Zurück auf die Seidenstraße – Durch China nach Kirgistan

Wenigstens meinte das Wetter es gut mit uns und schenkte uns einen traumhaft schönen Tag. Durch eine wunderschöne Landschaft fuhren wir im Konvoi nach Kashgar. Dieser Tag war auch der einzige Tag, wo wir etwas Sightseening geboten bekommen hatten. In Kashgar organisierte indes der Guide unsere chinesischen Führerscheine und Nummernschilder, während wir durch die Stadt schlendern konnten. Kashgar versprüht einen Charme von Seidenstraße. Hier fühlten wir uns schon wohl. Das Leben in der Stadt zu beobachten war sehr interessant. Es war eine Mischung aus chinesischer Großstadt und orientalischer Marktatmosphäre. Allerdings merkten wir anhand der massiven Polizeipräsenz auch, dass die chinesische Regierung ganz besonders auf die urigurischen Chinesen aufpasst.

Mao-Statue vor Kashgar (Blick aus Hotelzimmer)

 

Fleischspieße waren hier Spezialität

 

Auf dem Markt in Kashgar

 

Straßenleben

 

Altstadt von Kashgar

 

Ein Hauch von Seidenstraße

 

Blick auf die letzten Überreste der originalen Altstadt in Kashgar. Die restliche Altstadt wurde komplett abgerissen und neu wieder aufgebaut.

 

Kinder beim Spielen in der Altstadt

 

Männer beim Diskutieren

 

Von diesem netten Händler kauften wir köstliche Rosinen

 

Straßenleben

 

Ein Gewürzhändler in Kashgar

 

Leckereien auf dem Nacht-Food-Markt in Kashgar

Nach einem Tag Kashgar und zwei ganzen Tagen in China hieß es schon Aufbruch zur Chinesisch-Kirgisischen Grenze. Und zunächst lief erstmal alles schief, dass schief laufen kann. Bis 14:00 wollten wir durch die Migration und den Zoll durch sein. Danach ist wieder die lange Mittagspause und dann würde es knapp bis unmöglich werden, die vom Zoll 80 Kilometer entfernte Grenze zu Kirgistan aufgrund der 2 Stunden Zeitunterschied zu überqueren. Wir starteten schon zu spät, weil ein für die Ausreise wichtiger Zettel aus dem an der Rezeption hinterlegten Pass des Schwedens verschwunden war und erst nach einer Weile in einem andern Pass gefunden wurde. Dann fuhren wir mit Umwegen aus der Stadt und der Motorradfahrer musste dringend tanken. Nach einer neuen Regelung darf nur ein Auto zur gleichen Zeit in eine militärisch schwer bewachte Tankstelle. Nachdem wir eine halbe Stunde davor gewartet hatten hieß es auf einmal, dass kein Benzin an Motorräder ausgegeben wird. Also weiter zur nächsten Tankstelle. Ich ließ mein Tank auch gleich mal auffüllen, wurde allerdings erstmal zur Benzinzapfsäule geschickt. Drei mal fragen „Diesel?“ wurde mit einem Kopfnicken bestätigt. Kurz bevor der Tankstutzen im Auto steckte fragte ich nochmals unseren Guide, ob es sicher sicher Diesel wäre. „Ach du brauchst Diesel! Nein, das ist da drüben.“ Da platze auch mir der Kragen. Zu was hat man denn den Guide bitteschön? Beinahe wäre ich überhaupt nicht mehr vom Fleck gekommen. Dieses Schicksal ereilte jedoch Anna und Heiner. Ihre Wegfahrsperre funktionierte mal wieder nicht und das Auto sprang nicht an. Normalerweise geht das dann nach 10 Minuten warten wieder, aber diesmal wollte es einfach nicht. Wir als Gruppe sind jedoch schon fast 10 Kilometer auf der Autobahn voraus gefahren. Über Walkie-Talkie konnten wir uns gerade so verständigen. Was Anna und Heiner jedoch nicht mit den chinesischen schafften. Keiner wollte sie für 10 Kilometer abschleppen. So fuhr ich zurück, was aufgrund der Autobahnabfahrten 30 Kilometer waren. Dann schnell Abschleppseil dran und mal probieren ob mit einem Kickstart das Auto anspringt, was es dann tatsächlich machte. Unser Guide war indes einem Herzinfarkt nahe, denn er würde viel Ärger bekommen, wenn wir es nicht über die Grenze schaffen würden. Die Straße war frei und wir düsten zur Zollstation. Es war 12:30. Die Wahrscheinlichkeit es zu schaffen war gering und es wurde nicht besser, als kurz vor dem Zoll dann nochmal ein Stau wegen einem Militärcheckpoint war. Frech wie wir waren überholten wir den Stau und drängelten uns vor. 13:30 standen wir vor dem Tor der Migration und Zoll. Unser Guide bettelte den Soldaten an das Tor zu öffnen, der jedoch zögerte. Wir sahen uns schon einen Tag länger in China, als sich das Tor dann doch öffnete. Dann ging alles für chinesische Verhältnisse sehr schnell und um 13:59 verließen wir die Migration und den Zoll mit frischem Ausreisestempel. Im Rückspiegel sahen wir noch, wie die Wachsoldaten zur Mittagspause abgezogen sind. Das war wirklich sehr knapp. Zwei Minuten später und wir hätten 3 ½ Stunden hinter dem Tor warten müssen…

Mit dem Funkgerät nahmen wir Kontakt zur Heiner und Anna auf. (c) Bert aus Schweden. www.dreamtrip.se

 

Was für ein Glück! Das Grenztor öffnet sich

Der Rest lief unkompliziert,  wir ließen China hinter uns und tauchten in ein traumhaft winterliches Hochplateau auf kirgisischer Seite ein. Mal wieder war ich unglaublich glücklich solch schöne Landschaften mit eigenen Augen sehen zu dürfen. An der Karawanserei Tasch Rabat verabschiedeten wir uns von der China-Transit-Gruppe. Sieben Monate zuvor hatte ich hier die China-Gruppe für meinen ersten China-Transit durch Tibet getroffen…

Die Gruppe trennt sich an einem schönen Ort: Die Karavanserei Tasch Rabat

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Mathias Verfasst von:

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